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Anmeldung Haushaltshilfe
Wann ist die Unfallkasse zuständig?

Zu den Versicherten in der gesetzlichen Unfallversicherung zählen (auch) die Arbeitskräfte in privaten Haushalten. Als Hausangestellte gelten hierbei alle Arbeitnehmer, die Dienstleistungen in Privathaushalten ausführen. Dies gilt auch, wenn sie nur stundenweise oder gelegentlich – mit oder ohne Steuerkarte - tätig sind. Versichert sind sowohl die hauswirtschaftlichen Tätigkeiten (z. B. Kochen, Putzen, Nähen, Einkaufen), als auch die sonstigen häuslichen Arbeiten (z. B. Krankenpflege, Kinderbetreuung usw.). Versicherungsschutz besteht auch auf allen damit zusammenhängenden Wegen sowie auf dem direkten Weg zwischen der eigenen Wohnung und der/des Haushaltsführenden.

Wann ist die Unfallkasse nicht zuständig?

Die Unfallkasse ist nicht zuständig für Beschäftigte:

  • in landwirtschaftlichen Haushalten (Haushalte, die dem landwirtschaftlichen Unternehmen wesentlich dienen)
  • in Haushalten, welche so eng mit dem gewerblichen Unternehmen verbunden sind, dass sich die Haushaltstätigkeit als Bestandteil des gewerblichen Unternehmens darstellt (z.B. Bäckereien, Metzgereien, Gaststätten)
  • bei wechselseitiger Tätigkeit im Haushalt und im Gewerbebetrieb, wenn die Tätigkeit für den Gewerbebetrieb 50% und mehr der Gesamttätigkeit beträgt. Bei einer geringeren Heranziehung zu Arbeiten im gewerblichen Betrieb bleibt die Zuständigkeit der Unfallkasse bestehen.
Für die genannten Haushalte ist die jeweils fachlich zuständige Berufsgenossenschaft der Unfallversicherungsträger.
Was ist eine pflegerische Tätigkeit?

Gesetzlich unfallversichert sind Pflegepersonen (z. B. Familienangehörige, Freunde, Nachbarn etc.), die eine oder mehrere pflegebedürftige Personen mit mindestens Pflegegrad 2 (im Sinne der Pflegeversicherung) wenigstens 10 Stunden wöchentlich, verteilt auf regelmäßig mindestens 2 Tage in der Woche nicht erwerbsmäßig in häuslicher Umgebung pflegen. Werden finanzielle Zuwendungen gezahlt, dürfen diese die Höhe des Pflegegeldes nicht übersteigen. Der Versicherungsschutz besteht automatisch (von Gesetzes wegen) und ist für die Versicherten beitragsfrei. Die Kosten werden von den Kommunen getragen. Versichert sind

  • pflegerische Maßnahmen in den Bereichen Mobilität, kognitive und kommunikative Fähigkeiten, Verhaltensweisen und psychische Problemlagen, Selbstversorgung, Bewältigung von und Umgang mit krankheits-/therapiebedingten Anforderungen und Belastungen, Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte
  • Hilfen zur Haushaltsführung
  • die Teilnahme an Pflegekursen sowie
  • die mit den Pflegetätigkeiten zusammenhängenden Wege
Eine Anmeldung der Pflegeperson muss in diesem Fall bei der Unfallkasse/der Minijob-Zentrale nicht erfolgen. Sofern die o.a. Voraussetzungen nicht vorliegen, handelt es sich um eine Beschäftigung, die bei der Unfallkasse bzw. der Minijob-Zentrale zu melden ist.